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Birke sprengte KZ-Denkmal

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Bild: Mahnmal1:







Bild: Mahnmal2:
3. Juni 1983. Das war wohl einer der ungewöhnlichsten Einsätze, den die Freiwillige Feuerwehr Mauthausen zu absolvieren hatte. Vom 18 Meter hohen russischen Mahnmal im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen musste eine schon fast einen Meter hohe Birke entfernt werden. Das Bäumchen hatte kurioserweise genau auf der Spitze des Mahnmals im wahrsten Sinne des Wortes "Wurzeln geschlagen" und sprengte in der Folge den obersten Teil des Denkmals.
Die Mauthausener Feuerwehrleute sahen sich außerstande, den Schaden ohne geeignete Geräte zu beheben. Sie wandten sich Hilfe suchend an OBR Franz Czejka von der Linzer Berufsfeuerwehr, der vom damaligen Bürgermeister Franz Hilliger die Genehmigung zum kostenlosen Übungseinsatz mit der Gelenkbühne einholte. Damit sorgte Czejka dafür, dass den Erhaltern der Gedenkstätte aus dem Einsatz kein finanzieller Aufwand erwuchs.
"Wenn wir den Baum nicht samt den bereits ausgedehnten, über einen Meter langen Wurzeln entfernt hätten, so wäre es zu einem erheblichen Schaden an dem Mahnmal gekommen", erinnert sich Franz Czejka.
Repariert wurde das Denkmal auch gleich: Gemeinsam mit dem damaligen Mauthausener Feuerwehrkommandanten Karl Mitterlehner verlegte er die gelockerten Steinquader in Zementmörtel und bewahrte das Denkmal so vor weiterer Zerstörung.
Die als "Dienstübung" deklarierte Hilfeleistung ging noch weiter: "Weil wir schon einmal mit der großen Gelenkbühne in Mauthausen waren, haben wir auch die anderen Mahnmale auf schädlichen Bewuchs untersucht und gesäubert", freut sich Czejka heute noch über die gelungene Hilfestellung.
Was ihm in diesem Zusammenhang noch dazu einfällt: Ihm wie vielen anderen war in der Zeit der Besatzung von den Russen grobes Unrecht widerfahren, ihm war damals sein ganzes Erspartes beschlagnahmt und in russiches Eigentum übertragen worden. Mit dem Einsatz in Mauthausen und der Rettung des Denkmals hat sich Czejka so gar nicht nachtragend für die Beschlagnahme "bedankt". Man muss auch vergessen können!


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