Hornisseninvasion
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Jeden Sommer rücken die Männer der Berufsfeuerwehr Linz aus, um bis zu 30 Hornissen- und Wespennester mit Chemikalien zu entschärfen und etwa ebensoviel Bienenschwärme einzufangen. Die Feuerwehrleute sind also den Umgang mit diesen stechenden Insekten gewöhnt, könnte man sagen.
Ein außergewöhnlicher Hornisseneinsatz ist aber Oberbrandrat Franz Czejka aus den 60er-Jahren in Erinnerung:
Damals war ein ganzes Wohngebiet, nämlich der Urfahrer Stadtteil Harbach betroffen. In einer Dachgeschoßwohnung hatte sich im Gebälk ein Hornissennest gebildet, das unvorstellbare Maße angenommen hatte. Dichte Schwärme von Hornissen flogen ein und aus, die Anrainer getrauten sich schon nicht mehr, die Fenster zu öffnen, aus Angst, die Hornissen könnten auch in ihre Wohnungen eindringen.
Franz Czejka erinnert sich, dass der Arzt Dr. Witzany schließlich die Initiative ergriff und die Berufsfeuerwehr Linz verständigte. Er ersuchte, das Übel, von dem so viele Bewohner betroffen waren, umgehend zu beseitigen. Mit einer Drehleiter kam Czejka zum Einsatzort, er öffnete mit seinem Dachdeckerwerkzeug eine große Fläche einer Dachgaupe und traute seinen Augen nicht: Das Hornissennest hatte einen Durchmesser von etwa eineinhalb Metern!!!
Mit Lähmungsgift, das er immer wieder ins Nest spritzte, konnte Czejka der Hornissenplage schließlich Herr werden. Einen halben Tag lang dauerte der Einsatz, bis die Gefahr beseitigt war. Czejka erinnert sich an ein Dankschreiben der von der Plage erlösten Bewohner.
Die Zeiten ändern sich: Heute wird den Hornissen nicht mehr die Gefährlichkeit zugemessen wie zur Zeit dieses Einsatzes vor etwa 40 Jahren, heute versucht man, die Nester sorgfältig auszulösen und die Hornissen an anderen Orten, wo Menschen nicht gefährdet sind, anzusiedeln.
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