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120 Jahre FF Reichenau
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Ein Jahr älter als der Kirchturm, nämlich 120 Jahre ist die Freiwillige Feuerwehr Reichenau im Mühlkreis alt. Ein erhebender Anlass, um entsprechend würdig gefeiert zu werden. Das am Festtag von Gewittern durchwachsene Frühsommerwetter passte hervorragend zur abwechslungsreichen Geschichte der Reichenauer Feuerwehr, die sich im Gegensatz zur Zeit ihrer Gründung in den letzten Jahren weniger mit Bränden als mit Hochwasserkatastrophen und schwierigen technischen Einsätzen auseinander zu setzen hatte.
Das Gründungsjubiläum begann am Samstag, dem 31. Mai 2003 nachmittags bei strahlender Sonne mit einem Abschnittsübungsbewerb, an dem zahlreiche Feuerwehren aus der Umgebung teilnahmen. Die gegen Abend einsetzenden Regengüsse konnten der Siegerehrung in der Stocksporthalle dann keinen Abbruch mehr tun, beim Umtrunk mit Musik war das Feiern bis in die frühen Morgenstunden angenehm und wettersicher auszuhalten.
Einsatzerprobt und kein bisschen ramponiert vom langen Aufbleiben nahmen die Abordnungen der Freiwilligen Feuerwehren Reichenau, Habruck, Haibach, Ottenschlag, Stiftung, Schenkenfelden, Dreiegg, Bad Leonfelden, Pröselsdorf, Alberndorf und Reichenthal, sowie die weit angereiste Partnerfeuerwehr aus Natters in Tirol am sonnigen Sonntagmorgen Aufstellung vor der Volkschule. Begleitet von der Musikkapelle Reichenau marschierte der imposante Zug zur Feldmesse am Sportplatz, die lange Kolonne der braunen Feuerwehruniformen bunt aufgeputzt mit einer Goldhaubengruppe und Fahneneinheiten befreundeter Vereine. |
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Pfarrer Hans Wührer verknüpfte in seiner Predigt die Begriffe Liebe mit der Hilfsbereitschaft und dem füreinander Einstehen, das die Feuerwehrleute so beeindruckend vorleben. Und er verglich die Solidarität mit den in Not geratenen Menschen mit einem sorgsam gewarteten Feuerwehrschlauch, in den kein Knick gebracht werden dürfe, der immer durchlässig bleiben müsse, um den Dienst am Nächsten nicht zum Stillstand zu bringen. Im Anschluss an die Messe segnete er das Geburtstagsgeschenk für die FF Reichenau, einen teils auf Kosten der Gemeinde angeschafften Hochleistungslüfter.
Während des darauf folgenden Festaktes zogen wieder Wolken auf. Eine Sängergruppe aus dem deutschen Reichenau im Erzgebirge sang einige Volkslieder und - noch trocken - konnten Bürgermeister Rechberger und Abschnittskommandant Baumann in ihren Festansprachen auf die Verdienste der Feuerwehr Reichenau hinweisen und ihrem Kommandanten HBI Heinz Huber das Versprechen abnehmen, weiterhin rund um die Uhr für die Sicherheit in Reichenau Sorge zu tragen. Dann aber, als man zum feierlichen Abschluss die Landeshymne Hoamatland sang, hätte man wohl besser die Textzeile waunn mi gnetzt hot dei Regn ausgespart, da fing es nämlich wieder zu tröpfeln an. Noch vor dem heftig einsetzenden Gewitterregen retteten sich die rund 400 Feuerwehrer und Festgäste in die nahe Mehrzweckhalle, in der man die Festtage musikalisch und kulinarisch ausklingen ließ. |
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