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Zu den wichtigen Erfindungen, die in der Berufsfeuerwehr Linz in Sachen Sicherheit gemacht wurden, zählt zweifellos die Rettungsglocke. Nicht, dass sie in der ursprünglichen Form noch Bestand hätte, die Grundidee aber wurde weiter entwickelt und zeitgemäß den Bedürfnissen angepasst. So können sich die an der Erfindung beteiligten Linzer Feuerwehrmänner heute noch gutschreiben, dass sie mit ihrer ersten Rettungsglocke wesentlich zur sicheren Bergung von Verschütteten beigetragen haben.


Wie kam es zur Erfindung der Rettungsglocke?
Anlass war ein Unfall in einem Koksbunker einer Kohlenhandlung beim Mühlkreisbahnhof in Linz-Urfahr. Ein Arbeiter versank beim Überschreiten einer Koksfläche und konnte sich nicht mehr aus dem Berg schwarzer Brocken befreien. Seine Arbeitskameraden hörten Hilferufe und eilten zu dem Verschütteten, auch sie konnten ihn aber nicht aus dem Koksberg ausgraben. Also riefen sie die Linzer Berufsfeuerwehr zu Hilfe.


Am Bauch liegend versuchten die Helfer zu dem Verschütteten zu gelangen. Um ihn nicht zu verletzen, gruben sie nach ihm mit bloßen Händen. Nach verhältnismäßig kurzer Zeit gelang es, den Kopf des Verschütteten frei zu bekommen und auch seine Oberarme zu erreichen. Unter Zuhilfenahme von Sicherungsleinen wurde ein Absinken des Körpers verhindert. Die enorme Staubentwicklung bei der Grabungsarbeit setzte sowohl dem Verschütteten als auch den Helfern gewaltig zu.


Durch diese Erfahrung entstand bei Einsatzleiter Franz Czejka und dem Meister vom Atemschutz Rudolf Allerstorfer der Plan zum Bau der Linzer Rettungsglocke. Die engagierten Männer der Berufsfeuerwehr machten sich unverzüglich ans Werk und schufen mit einigen Mitarbeitern den Sicherheitsbehelf, der in der Folge bei einigen Einsätzen erfolgreich eingesetzt werden konnte. Es soll nicht verhohlen werden, dass der Hauptanteil bei der Erfindung der Rettungsglocke Rudolf Allerstorfer zuzuschreiben ist, der sich damit so zu sagen ein Denkmal setzte.
Er hatte die Handwerker der Berufsfeuerwehr angewiesen, nach seinen Vorstellungen einen Prototyp einer Rettungsglocke anzufertigen. Dabei wurden seine Überlegungen berücksichtigt, die Glocke auch mit einer Luftversorgung auszustatten, wobei sowohl an Pressluft- wie auch an Sauerstoffversorgung gedacht wurde.
Nicht unwesentlich war auch die Anbringung eines Sichtfensters, wodurch einerseits den Rettern die Sicht auf den Verunglückten möglich wurde und diesem andererseits Angst- und Beklemmungsgefühle deutlich verringert werden konnten.


Die Bewährungsprobe erfolgte bei Grabungsarbeiten im Gemeindegebiet Leonding nahe der Linzer Stadtgrenze. Ein Arbeiter einer Baufirma war in einer Künette verschüttet worden. Es galt, seinen Kopf so rasch wie möglich frei zu bekommen, was auch gelang. Die Rettungsglocke kam zum Einsatz, dieses Mal mit Sauerstoffzufuhr. Mühsam gestaltete sich das Freischaufeln des Körpers im lehmigen Erdreich, wie in den Bildern deutlich zu sehen ist.


Dieser Rettungseinsatz beflügelte die Berufsfeuerwehr Linz, ihre Erfindungen auch einem breiteren Fachpublikum, aber auch der interessierten Bevölkerung vorzustellen. Bei der Rieder Messe wurden die aus der Feuerwehrpraxis geborenen Erfindungen wie die Rettungsglocke, aber auch die Ölsperre Linz II, Ölbindemittel und Abseilgeräte wie der Rettungsgurt, der Sicherheitsgurt oder der Bergekorb der Öffentlichkeit präsentiert.



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