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Dreißig Meter über dem Erdboden entschied eine halbe Stunde über das Leben von Peter Franz Zablatnig, eine halbe Stunde, die er und Franz Czejka nie vergessen werden.





Voller Verzweiflung war der aus Klagenfurt stammende Zablatnig in das leerstehende Hotel Achleitner in Linz-Urfahr eingedrungen und bis aufs Dach emporgestiegen. Von dem brüchigen Giebel des alten Hotels wollte sich der 26jährige Mann in die Tiefe stürzen, enttäuscht von einem Leben, das ihm sinnlos schien. Er hatte keinen Beruf erlernt, war auf die schiefe Bahn geraten und dafür bestraft worden.






In Linz wollte er neu beginnen. Aber er fand keine Arbeitsstelle und ein Freund, dem er vertraut hatte, half ihm nicht. Zwei Tage war Zablatnig ohne Geld und ohne Essen allein durch die große Stadt geirrt. Da fasste er den Entschluss, in den Tod zu springen.






Doch Passanten entdeckten den einsamen Mann auf dem Hotel-Giebel und alarmierten die Feuerwehr. Franz Czejka (damals 49 Jahre alt und Brandrat)kletterte zu ihm hinauf und sprach den Selbstmordkandidaten mit lauter Stimme an. Doch konnte zunächst kein noch so lockendes Versprechen den Mann dazu bringen, seinen Standort zu verlassen.





Erst als Czejka die Probleme des Mannes anschnitt und ermutigend sagte: "Spring nicht, du bist doch noch so jung! Denk an deine Mutter, an deinen Vater, an deine Freundin!" wurde Zablatnig weich. Czejka versprach: "Ich werde dir helfen, komm runter". Zablatnig begann zu weinen.





Nach einer halben Stunde reichte er Czejka die Hand, der dann den am ganzen Körper Zitternden in einem waghalsigen Manöver zur einige Meter unter dem Obelisken ausgefahrenen Gelenkbühne brachte, die ihn dann wohlbehalten zur Erde transportierte.






Was Franz Czejka von dieser Begebenheit als besonders unangebracht, ja niederträchtig in Erinnerung geblieben ist, sind die menschenverachtenden Zurufe eines sensationslüsternen Publikums, das mehrmals unter Gelächter zu dem Mann hinauf rief: "Spring doch, spring!"