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Tankwagenunfall 1970

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Bild: Ölunfall1:
Bild: Ölunfall2:



Um ein Haar an einer Katastrophe vorbei.


Ein schrecklicher Verkehrs- und Ölunfall ereignete sich am 29.8.1970 in der Linzer Unionstraße in der Nähe der Westbrücke.
Vermutlich wegen Übermüdung oder Alkoholbeeinträchtigung übersah ein dreißigjähriger LKW-Lenker, als er mit einem mit 32.000 Liter Superbenzin beladenen Tankwagenzug auf der Unionstraße stadteinwärts fuhr, unmittelbar nach der Westbrücke eine Verkehrsinsel.

Der Lastzug durchbrach die Leitplanken und stürzte um, nachdem er noch einen Lichtmast umgefahren hatte. Etwa 17.000 Liter Benzin ergossen sich aus dem völlig zerstörten Tankzug auf die Straße und versetzten die Umgebung der Unfallstelle, eine Zündholzfabrik, die Westbahn und ein Wohn- und Geschäftshaus in größte Gefahr.

Eine Funken sprühende Fahrzeugbatterie, das Strom führende Kabel des zerstörten Lichtmastes, aber auch unverzeihlicher Leichtsinn - einige Schaulustige rauchten an der Unfallstelle trotz ausgeflossenen Kraftstoffes Zigaretten - trugen wesentlich zur Erhöhung der Gefahr bei.

Extrem gefährlich aber war das Eindringen des Kraftstoffes in die Straßenkanäle und in der Folge in den Hauptkanal.
Es bestand höchste Explosionsgefahr!
Der auf die Straße geschleuderte Fahrer wurde von den Feuerwehrleuten aus dem Benzinsee geborgen und den Rettungskräften übergeben. Er erlitt eine lebensbedrohende Gehirnquetschung.
Die Bewohner des Wohnhauses wurden sofort evakuiert.

Einsatzleiter Franz Czejka sah sich mit dem schwersten Tankwagenunfall, der sich je in Linz ereignet hatte, konfrontiert. Er veranlasste zunächst die Aufbringung von mehr als 160 Säcken Ölbindemittel, um die unmittelbare Explosionsgefahr zu bannen. Dann erfolgte der Einsatz von Löschschaum. Die Unfallstelle musste insgesamt acht Mal mit Schaum bedeckt werden.

Zur Vermeidung einer Grundwasserverseuchung wurde das Erdreich um die Unfallstelle über zwei Meter tief ausgehoben. Die umliegenden Kanalschächte wurden mit Schlammsaugfahrzeugen des Linzer Kanalamtes geleert.

Eine zusätzliche Schwierigkeit musste von der Feuerwehr gemeistert werden, als der Anhänger des Tankzuges beim Versuch, ihn aufzustellen, wegen eines Seilrisses nochmals auf der Straße aufschlug. Glücklicherweise hatte die Feuerwehr vorsorglich Autoreifen untergelegt. Zusammen mit dem aufgebrachten Schaumteppich konnte damit eine weitere Entzündungsgefahr vermieden werden. Über zehn Stunden lang dauerte dieser schwierige Einsatz der Linzer Berufsfeuerwehr.

Das gut organisierte Eingreifen der Feuerwehr, die beispielhafte Zusammenarbeit mit der Polizei, der Rettung und mit den zuständigen Magistratsdienststellen, sowie - nicht zu vergessen - eine gehörige Portion Glück waren Ausschlag gebend, dass aus diesem Aufsehen erregenden Tankwagenunfall bei der Linzer Westbrücke keine Katastrophe größeren Ausmaßes wurde.

Bild: Ölunfall3: Bild: Ölunfall6: Bild: Ölunfall7:
Bild: Ölunfall8: Bild: Ölunfall9: Nild: Ölunfall Plan:


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