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Hochwasserkatastrophe 1954

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Bild: Hochwasser 5: Bild: Hochwasser 10: Bild: Hochwasser 11: Die Stadt Linz war wie viele andere Orte entlang der Donau in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten immer wieder von Hochwasserkatastrophen betroffen. Besonders in Erinnerung geblieben ist den Linzern sowohl die Überschwemmung 1899, aber auch das Hochwasser 1920.

Die wohl stärkste Überflutung vieler Stadtteile von Linz erlebte
Franz Czejka im Jahr 1954, bei der er mit seinen Feuerwehrkollegen als Retter von Menschenleben und Sachgütern im Einsatz war. Der Pegelstand der Donau betrug
am 11. Juli 1954 9,62 Meter. Zum Vergleich: Der Maximalstand beim letzten Hochwasser im August 2002 zeigte einen Pegelstand von 8,20 Metern an.



Was die Arbeit der Einsatzkräfte erheblich beeinträchtigte, war der Umstand, dass Linz im Jahr 1954 durch die Besatzung noch eine geteilte Stadt war: In Urfahr hatten die Russen, in Linz die Amerikaner das Sagen. Das bedeutete, dass man sich auch als Feuerwehrmann im Einsatz bei jedem Queren der Donau an den Kontrollstellen ausweisen musste.


An "normalen" Tagen waren (wie auch heute noch) die Feuerwehrmannschaften zum Dienst so eingeteilt, dass sie jeweils 24 Stunden im Dienst und 24 Stunden in der Freizeit verbrachten. Beim Hochwassereinsatz aber war an Dienstpausen nicht zu denken - sowohl die Dienstgruppe A als auch die Gruppe B standen im Dauereinsatz.


Sie wurden unterstützt von den vier Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Linz. Im Norden waren dies die FF St. Magdalena und FF Pöstlingberg, im Süden die FF Ebelsberg und die FF Pichling. Im Süden der Stadt halfen auch amerikanische Einsatzkräfte, besonders im Gebiet Pichling, bei der Evakuierung von Menschen und Tieren. Im Norden konnte von den Russen keine Hilfe erwartet werden, weil sie keine geeigneten Einsatzgeräte zur Verfügung hatten.


Auch die Hauptfeuerwache in der Eisenbahngasse war überschwemmt. Sämtliche Feuerwehrfahrzeuge standen vor dem Rathaus am Hauptplatz. Feuerwehrleute übernahmen die Versorgung der durch das Hochwasser eingeschlossenen Bewohner. Tagelang suchten sie in beiden Stadtteilen mit Zillen die Häuser auf und brachten Lebensmittel und Wasser. Wenn ärztliche Versorgung nötig war, brachten sie den Arzt und Medikamente zu kranken und älteren Personen.


Eine Schlüsselstelle im Kampf gegen die Flut war die Trafostation in der Lederergasse/Holzstraße. Dort mussten Tag und Nacht von der Feuerwehr die stärksten Pumpen in Betrieb gehalten werden, damit die Stromversorgung der Krankenhäuser nicht unterbrochen wurde.


Am ärgsten betroffen war wohl das Gebiet Heilham. Wie an den Bildern zu erkennen ist, wurden nicht nur die Häuser, sondern auch deren Fundamente ausgeschwemmt oder völlig weggespült.


Nicht vergessen werden darf, dass die Feuerwehr nach Abklingen der Flut noch wochenlang mit Aufräumungs- und Reinigungsarbeiten befasst war - eine Leistung, die heute noch zu würdigen ist.


Durch die Hochwasserkatastrophe wurde die damalige Hauptwache Eisenbahngasse so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass in der Folge der Plan zur Errichtung der Hauptfeuerwache Wiener Reichsstraße realisiert wurde. Ein weiteres Ergebnis der Flut war die Ausarbeitung und Beschlussfassung des KHD = Katastrophenhilfsdienstgesetzes.
Bild: Hochwasser 12: Bild: Hochwasser 13: Bild: Hochwasser 14: Bild: Hochwasser 3:
Bild: Hochwasser 2: Bilc: Hochwasser 7:
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