bartop

Feuerwehrmuseum

header

Navigation

Home

Über das Museum

Helme und
ihre Geschichten


Alte
Dokumente


Alte Geräte
und Ausrüstungen


Alte Fotos

Bemerkenswerte Brände
und Einsätze


Florian,
Florian, Florian


Orden

Jubiläumsveranstaltungen

Feuerwehr-Erfindungen

Katastrophen

Feuerwehr-Freundschaften

Kameradschaft der
Feuerwehroffiziere


Feuerwehrübungen

Feuerwehr und
Sport


Tiergeschichten

Lehrtätigkeit


Ortsbrand Schenkenfelden

Home > Bemerkenswerte Brände > Ortsbrand Schenkenfelden

Bild: Schenkenfelden 15:

Bild: Schenkenfelden1: Bild: Schenkenfelden5:

Bild: Schenkenfelden4: Bild: Schenkenfelden7:

23. April 1951.
Ein denkwürdiger Tag, wenn nicht sogar die Feuertaufe im Leben des damals 25jährigen Linzer Berufsfeuerwehrmannes Franz Czejka. Der Mühlviertler Ort Schenkenfelden stand nach einem Elektrokabelbrand in Flammen. Das Ausmaß des Brandes war von den örtlichen Feuerwehren nicht zu beherrschen, es wurde die Linzer Berufsfeuerwehr zu Hilfe gerufen. Die gesamte Mannschaft der Urfahrer Wache rückte nach Genehmigung des Linzer Bürgermeisters Dr. Koref mit einem LF8, mit Schlauchwagen und schwerem Löschfahrzeug (mit dem in der Nachkriegszeit auch mancher Schmuggel im Tank durchgeführt wurde) nach Schenkenfelden aus.
Nach einstündiger Fahrzeit über Altenberg und Reichenau traf der Löschzug ein - es bot sich ein schreckliches Bild der Zerstörung: Der Ort war in Flammen und Rauch gehüllt, auf den Strohdächern saßen verzweifelte Menschen, die versuchten, die angebrannten Dachflächen zu löschen. Sie breiteten Leintücher über das Stroh, die sie mit Wasser, das ihnen über Eimerketten zugereicht wurde, benetzten. Hektisch versuchten die Menschen, aus den brennenden Häusern ihr Hab und Gut zu retten. Es herrschte nicht nur akuter Wassermangel, es gab auch viel zu wenig Schläuche für Löschleitungen.











Die Kommandanten der Berufsfeuerwehr gingen zielstrebig ans Werk, sie erteilten ihre klaren Befehle und brachten zunächst das schwere Löschfahrzeug (SLF 25) mit einer Leistung von 2.500 Liter/Minute in Stellung. Eine doppelte B-Schlauchleitung wurde mit dem Schlauchfahrzeug 500 Meter weit bis in den Ortskern verlegt, über Verteiler konnte dann Wasser für die weiteren Löscheinsätze der anderen Feuerwehr-Einsatzkräfte entnommen werden. Zudem brachte eine Zwischenschaltung von Tragkraftspritzen einen sichtbaren Erfolg bei der Brandbekämpfung.







Die Mannschaft der BF übernahm den Einsatz im Volksschulgebäude. Und hier kam es zu einem Zwischenfall, der dem Zeitzeugen Franz Czejka wohl für immer in Erinnerung bleiben wird:
Er und sein Kollege Johann Hauder standen am Dach der Volksschule, um die Reste des Dachstuhles zu löschen. Czejka hörte den gellenden Schrei eines Mannes: "Der Kirchturm fällt auf euch!" Ohne zu zögern riss Czejka seinen Freund zurück, er zeigte noch auf den fallenden Turm und suchte Deckung hinter der eisernen Brandschutztür des Stiegenhauses. Der Flammensturm wurde von der Tür abgehalten. Gerettet!





Leider konnte Czejka niemals eruieren, wer ihm in letzter Sekunde die Warnung zugerufen hatte - vielleicht war es der Fotograf der dramatischen Bilder? Czejka hätte sich gerne beim unbekannten Retter bedankt...










51 Jahre danach:
Im Schulgebäude sind heute das Gemeindeamt und das Zeughaus der Feuerwehr untergebracht. der Turm hat anstatt des Zwiebelturms eine andere Turmspitze, sie ist mit Eternitplatten statt mit Kupferblech gedeckt.






Zur Erinnerung:
15 Gebäude, darunter Kirche, Schule und Pfarrhof sowie 9 Scheunen brannten ab.
2 Menschen kamen in den Flammen um. 31 Bewohner haben ihr ganzes Hab und Gut verloren.
24 Feuerwehren aus Nah und Fern kamen zu Hilfe.
Brandursache war vermutlich ein Kurzschluss zum oder am Motor einer Futterschneidemaschine.













Ein weiterer, allerdings "ziviler" Einsatz der Berufsfeuerwehr Linz fand am 2. Juli 1983 statt. Es ging um den Einbau einer neuen Kirchturmuhr, was mit den Gerätschaften der ortsansässigen Feuerwehr nicht durchzuführen war. Was tun? Man wandte sich wieder an die Freunde in der Stadt, die ganz unbürokratisch Hilfe leisteten.
Bild: Schenkenfelden3: Bild: Schenkenfelden2:

Bild: Schenkenfelden 16:

Bild: Schenkenfelden 17: Bild: Schenkenfelden 18:

Bild: Schenkenfelden12:


Copyright 2017 - Feuerwehrmuseum