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Ölsperre Linz II

Home > Feuerwehr-Erfindungen > Ölsperre Linz II

Bild: Ölsperre 1: Bild: Ölsperre 2: Bild: Ölsperre 3: Bild: Ölsperre 4: Bild: Ölsperre 5: Bild: Ölsperre 6: In Linz ist an der Donau eine Reihe von Anlagen situiert, die bei Unfällen zu einer gefährlichen Verunreinigung des Wassers führen können, zum Beispiel der Tankhafen, der Winterhafen, die VÖEST-Alpine AG, die Chemiewerke u.v.a.m.
Beim Umpumpen von flüssigen Kohlenwasserstoffen, Benzin und ähnlichen Produkten kam es oft zu großflächigen Ölverschmutzungen.
Bereits in den 60er-Jahren hatte die Feuerwehr der Stadt Linz im Hafenbecken eine so genannte Balkensperre, später genannt Ölsperre Linz I, zur Absperrung der Pumpstationen in Verwendung. Diese bestand aus einer Blechabscheidung und zwei Holzbalken. Der Nachteil dieser Sperre bestand darin, dass sie einerseits schwer zu transportieren und andererseits nicht winterfest war. Bei Frost zog das Eis die Sperre in die Tiefe.



Franz Czejka dachte über eine Verbesserung der Sperre nach, er wollte eine leichtere, winterfeste und ölbeständige Anlage schaffen. In Zusammenarbeit mit der Linzer Firma Weichselbaumer und der Firma Pucher entstand nach seiner Anregung eine Ölsperre aus witterungs- und ölbeständigem sowie reißfesten Kunststoff.
Noch einige technische Daten der Ölsperre "Linz II":
Die Schwimmfähigkeit wird durch Kunststoffbälle in der Kunststoffröhre (20 cm Durchmesser) erreicht. Die Tiefe der Schürze beträgt 40 cm, in der Schürze ist eine Achterkette als Beschwerung eingeschweißt. Das Material ist ein ölbeständiges, beiderseits mit Polyester beschichtetes, zug- und reißfestes (DIN 53354 und 53356) Treviragewebe. Ein jahrelang durchgeführter Materialtest zeigte keinerlei Veränderung bzw. Zersetzung der Versuchsstreifen, die in Benzin und Dieselöl aufbewahrt wurden.


Auf den nebenstehenden Bildern ist zu sehen, dass sie gut leicht transportierbar, relativ klein zusammenlegbar, stabil und unsinkbar konstruiert wurde. Die einzelnen Teile der Sperre sind kuppelbar, beliebig zu verlängern und nach unten hin mit Ketten und Gewichten beschwert, sodass sie auch im fließenden Wasser kein Öl durchlassen.


Außerdem können sie mit einfachen Handgriffen (zum Beispiel mit einem Ruder, Pflöcken oder Steinen) am Ufer verankert werden.


Bei einer großangelegten Übung an der Donau im Jahr 1978 konnte Franz Czejka mit Stolz den Beweis erbringen, dass diese Sperre sowohl im fließenden Gewässer als auch im Hafen ihre Belastungsprobe bestand.


In der Folge führte er die neue Ölsperre, die die Bezeichnung Ölsperre "Linz II" erhielt, auch am Neusiedlersee, im Staubereich der Donau in Wallsee/Mitterkirchen, in der Ortschaft Kirchbichl am Inn und bei einer Großübung am Bodensee vor.
Die Linz II bewährte sich sowohl bei der Erprobung im Chiemsee, bei der ein neues Steckgelenk angewandt wurde, als auch bei vielen Einsätzen, unter anderem als Ölsperre im Eis, bei einem Schwerölausfluss oder beim Ölwehreinsatz am Mondsee im Jahr 1971.
Die Stadt Linz würdigte diese erfolgreiche Erfindung mit einer finanziellen Anerkennung in der Höhe von S 4.500,-.
Die Weiterentwicklung der "Linz II", die Ölsperre "Linz III" ist heute vor allem im Bereich der Meere (zB. im 1. Irakkrieg) mit Erfolg im Einsatz. Die "Linz III", unterscheidet sich von ihrer Vorgängerin durch die größeren Dimensionen: Die Röhre hat einen Durchmesser von 30 cm, die Schürzentiefe beträgt 45 cm, Zusatzgewichte aus Blei sind als Zubehör vorgesehen.