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Dramatische Rettungsaktion

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Bild: Dramatische Rettung4: In akuter Lebensgefahr befanden sich während eines in der Nacht auf Sonntag, den 8. Oktober 1984 aus bisher noch unbekannter Ursache entstandenen Kellerbrandes die Bewohner des Hauses Waldeggstraße 69.

Infolge Fehlens einer geeigneten feuer- und rauchdämmenden Abschlusstür zum Stiegenhaus konnte der Qualm ungehindert bis in die oberen Geschosse dringen, wodurch die Hausbewohner aufs Äußerste gefährdet waren. Zwei Mansardenbewohner waren beim Fluchtversuch durch das Stiegenhaus mit Rauchgasvergiftung bewusstlos zusammengebrochen. Sie mussten von der Feuerwehr geborgen werden, ebenso wie die übrigen Bewohner der oberen Stockwerke des viergeschossigen Hauses. Eine 87jährige Frau war in ihrer Wohnung vom Rauch eingeschlossen und musste vom Notarzt Dr. Koller vom Roten Kreuz Linz, der zu ihr über die Drehleiter aufstieg, versorgt werden. Ein Mansardenbewohner, der sich bereits mit dem Gedanken getragen hatte, aus dem Wohnungsfenster auf die Straße zu springen, konnte von der Feuerwehr im letzten Augenblick geborgen werden. Trotz allem hatten die Hausbewohner noch Glück im Unglück. Während sie nämlich im Schlaf vom Brand im Keller noch nichts gemerkt hatten, war ein vorbeifahrender Taxilenker auf den aus dem Keller- und Stiegenhausbereich dringenden Qualm aufmerksam geworden und verständigte per Funk die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte drangen mit schwerem Atemschutz in das Haus ein, zum Teil stiegen sie über eine Drehleiter in die oberen Geschosse und begannen systematisch mit der Bergung der Bewohner. Dabei stießen sie im Stiegenhaus auf zwei dort bewusstlos liegende Personen. Die Mehrzahl der Bewohner wartete an den Wohnungsfenstern auf ihre Rettung, manche Hausbewohner wurden von der Feuerwehr aber noch im Schlaf angetroffen. Die Bergung von 6 eingeschlossenen Personen erfolgte durch das Stiegenhaus, wobei den Betroffenen sogenannte Fluchthauben (Paratmasken) über den Kopf gestreift wurden. 3 Hausbewohner wurden über die Drehleiter geborgen. Nach etwa einstündigem Einsatz war die Gefahr gebannt und alle Hausbewohner in Sicherheit. Ein Feuerwehrmann, der Hauptbrandinspektor Albert Schnur, der im Atemschutzanzug zum Brandherd im Keller vordringen wollte, stürzte im Stiegenhaus und erlitt einen zweifachen Rippenbruch. Soweit wie möglich versorgte das Notarztteam die Verletzten vor dem Haus auf der Straße, drei Personen wurden mit Rauchgasvergiftung in Spitalsbehandung eingeliefert. Ein besonderes Lob gebührt den Einsatzkräften der Polizeidirektion Linz, die die Absperr- und Umleitungsmaßnahmen fest im Griff hatten. Besonders erwähnenswert ist für den Einsatzleiter Franz Czejka, dass die Linzer Sparkasse spontan nach diesem Vorfall 12 Fluchthauben der Marke Draeger im Wert von damals S 14.000,- spendete.
Noch eine schöne Erinnerung
: Die geretteten Hausbewohner bedankten sich beim Einsatzleiter mit folgenden Worten: "Danke für alles - ihr habt uns das Leben gerettet. Gott sei Dank, dass nicht mehr passiert ist! Wie geht es dem verletzten Feuerwehrmann? Danke vielmals, Feuerwehr!"
Ein gar nicht so selbstverständlicher Abschluss...


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