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Alles Feuerwehr: Gestern. Heute. Morgen.

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27. Oktober 2012.

Alles, was man zum Thema Feuerwehr wissen sollte, versuchte OLM Johann Rittenschober am 27. Oktober 2012 einer Gruppe seiner besten Freunde in ein paar Stunden zu vermitteln.

Der Grund dafür: Sie hatten ihn in den vergangenen Jahren immer wieder mit Rat und Tat in seinem Bemühen nicht nur unterstützt, Museumsstücke für seine Sammlung in der Linzer Hauptfeuerwache zu finden oder zu restaurieren, sondern ihm auch immer wieder geholfen, wenn es etwas für das Feuerwehrmuseum in St. Florian zu tun galt.
Dort nämlich hat der pensionierte Berufsfeuerwehrmann Rittenschober so zu sagen seine zweite Wirkungsstätte. Ihm, dem an feuerwehrspezifischen Berichten, Fotos, Fahrzeugen und alten Gerätschaften interessierten Praktiker liegt vor allem daran, die Geschichte der Linzer Berufsfeuerwehr aufzuarbeiten und hochzuhalten.
Was ihn von anderen Sammlern unterscheidet: Er ist besonders ordnungsliebend und er legt großen Wert darauf, Exponate akribisch von Staub, Rost und Moder zu reinigen und sie so originalgetreu zu restaurieren, dass sie wieder funktionsfähig sind und sogar in Einsatz gebracht werden könnten.

Die Gruppe traf sich also morgens um 9 Uhr in der Linzer Hauptfeuerwache an der Wiener Straße, wo Rittenschober einvernehmlich mit der Feuerwehrleitung eine "Spezialführung", wie er sie nannte, organisiert hatte.
Empfangen und herzlich begrüßt wurden die wissbegierigen Besucher vom diensthabenden Offizier OBR Ing. Dieter Jonas, der einen imponierenden Überblick über die Struktur, die personelle und technische Ausrüstung, die Aufgaben und die Einsatztätigkeit der Berufsfeuerwehr vermittelte.
Er überzeugte mit seinen Erklärungen über die Top-Ausstattung, die Qualität der Ausbildung aber auch über die hohe Professionalität, Motivation und Schlagkraft der Linzer Feuerwehr.
Jonas stellte klar, dass es nicht nur einer entsprechenden körperlichen und geistigen Eignung bedarf, sondern auch einer Berufung zur (vorwiegend handwerklichen) Arbeit als Feuerwehrmann. Mit diesen Ausführungen wurde die Tatsache untermauert, dass Feuerwehrleute im Ansehen der Bevölkerung ganz oben rangieren.

Nach dieser hochinteressanten Einführung übernahm OLM Markus Ortmair den Praxisteil der Besichtigung. Fahrzeuge und Geräte wurden anschaulich erklärt und vorgeführt.
Dabei wurde noch einmal deutlich, wie vielfältig die Aufgaben der Feuerwehr sind, welch technisches Geschick dafür erforderlich ist, wie gefährlich viele Einsätze sind und wie belastend sie sich auf Körper und Psyche auswirken können.

Einen Hauch von dieser Herausforderung konnte einige Besucher am eigenen Körper beim Fahren mit dem Teleskopsteiger spüren, der auf imposante 42 Meter Höhe stieg.
In der Gruppe waren zwar auch einige altgediente Feuerwehrleute vertreten, aber auch sie staunten über manch technische Errungenschaften und den zahlenmäßigen Anstieg komplizierter technischer Einsätze, über die Markus Ortmair fachkundig informierte und damit die Leistung und Schlagkraft der Linzer Berufsfeuerwehr eindrucksvoll unterstrich.

Selbstverständlich war es dem Organisator der Führung ein Anliegen, dass man seine Sammlung zum Thema "Berufsfeuerwehr Linz" auf dem Dachboden eines Gebäudetraktes der Hauptfeuerwache unter die Lupe nahm.
Was sich da den Besuchern bot, machte deutlich, dass es sich bei der Sammlung alter Dokumente, Uniformen, Helme, Ausrüstungen u.v.a.m. nicht nur um ein sorgfältig gepflegtes Hobby handelt, sondern um die kompetente Pflege eines Spezialgebiets.
Es ist hoch an der Zeit, dass für diese einmaligen Exponate bald ein geeigneter Ausstellungsort gefunden wird, damit sie öffentlich zugänglich werden. Es wäre nicht zu verzeihen, wenn man da etwas versäumte!
Nach dieser Fülle von Impressionen überzeugte die Linzer Berufsfeuerwehr schließlich noch mit Gastfreundschaft - die Besucher wurden zu einem Getränk eingeladen, das sie für die weiteren Vorhaben des Tages stärkte.

Wie gesagt, der Tag war zur Gänze der Leidenschaft seines Veranstalters Rittenschober, gewidmet, der Feuerwehr und ihrer Geschichte.
Ein Konvoi von Fahrzeugen bewegte sich also zum Meierhof des Stiftes St. Florian, wo seit vielen Jahren das wohl schönste Feuerwehrmuseum Österreichs untergebracht ist.

Empfangen wurde die Gruppe von HBI Erwin Chalupar, seines Zeichens nicht nur einer der Archivare des Museums, sondern auch Mitarbeiter im Landesfeuerwehrkommando, Bürgermeister der Mühlviertler Gemeinde Grünbach und - das war dann gleich zu hören - begnadeter Trompetenbläser. Mit so festlichen Klängen war man wohl kaum jemals zuvor begrüßt worden wie hier in St. Florian!

Bei der anschließenden Führung durch die Schauräume wurde deutlich, warum das Feuerwehrmuseum St. Florian einen so hervorragenden Ruf genießt:
Da ist einmal die Unterbringung an sich bemerkenswert: In den Gewölben des ehemaligenPferdestalls machen sich die Exponate besonders gut: Die alten Fahrzeuge und Geräte sind nicht nur von großer geschichtlicher Bedeutung, sondern auch sehr ansprechend aufgestellt und arrangiert.
Die Qualität und Fülle an Ausstellungsstücken überwältigt. Es gibt da nahezu alles zu sehen, was mit der Geschichte der Feuerwehr zu tun hat, das meiste auch hervorragend beschriftet und kommentiert.
Kritische Besucher konnten nur wenige Schwachpunkte bemerken, die aber wohl mit der unzureichenden Klimatisierung der Räume zu tun haben und die es noch in Griff zu kriegen gilt.
Eine einmalige Sonderschau zum Thema Atemschutz bewies, dass die Angebote in diesem besonderen Museum zielstrebig erweitert werden und sich nicht auf Erhaltung und Pflege des einmal Zusammengetragenen beschränken.

An dieser Stelle ist der Hinweis angebracht, der begründet, warum sich dieser Beitrag in der Homepage von OBR Franz Czejka befindet:
Er war es gemeinsam mit dem damaligen Probst des Stiftes St. Florian Neuwirth, mit dem Linzer Museumsdirektor Dr. Franz Lipp und dem ehemaligen Chef der Fa. Rosenbauer Ing. Heiserer, der in den späten 70er-Jahren mit ein Fundament zur Gründung des Museums legte:
Er hatte seinerzeit bereits begonnen, alte Fahrzeuge und Geräte zu sammeln und reparieren zu lassen. Insgesamt hat er dem Feuerwehrmuseum St. Florian schließlich an die 40 Fahrzeuge und Gerätschaften zur Verfügung gestellt.

Wer nicht spätestens nach so einem großartigen "Feuerwehrtag" zum ausgeprägten Feuerwehr-Fan wird, dem ist wohl nicht zu helfen. Die Teilnehmer an diesem außergewöhnlichen Tag jedenfalls sprachen beim gemeinsamen Essen am Nachmittag im Gasthof zum Löwen begeistert über ihre Eindrücke.

Dem Organisator Johann Rittenschober dankten sie herzlich und sagten ihm weitere Unterstützung zu bei seinen ehrenamtlichen Bemühungen um die Aufarbeitung des Nachlasses betreffend die Linzer Berufsfeuerwehr.
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