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KhFO: Kameradschaftlich verbunden beim Besuch der Landesausstellung 2012

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24. September 2012.

"Verbündet - Verfeindet - Verschwägert", so heißt die diesjährige Landesausstellung, die an drei Ausstellungsorten ein Bild von der gemeinsamen Geschichte der Länder Bayern und Oberösterreich zeichnet.
Kulturelle und politische Beziehungen, nicht immer frei von Spannungen, werden da mit teils wertvollen Exponaten erläutert, Verbindendes und Trennendes aus der langjährigen Geschichte werden anschaulich dokumentiert.
Wer sich mit dem Bildungsauftrag der Kameradschaft höherer Feuerwehroffiziere auseinandergesetzt hat, weiß, dass der gemeinsame Besuch von Landesausstellungen seit jeher zu den so genannten Fixpunkten in der Programmgestaltung der KhFO gehört. So auch dieses Jahr.
Der Dank gilt an dieser Stelle dem rührigen E-OBR Alfred Hacklmair, der sich umsichtig um die mit dem Ausstellungsbesuch verbundenen Vereinbarungen kümmerte: Um die Willkommensjause im Feuerwehrhaus Mining, um die Fixierung der Termine für die Führungen in Burghausen und Ranshofen, um die Wahl der Gaststätten, um die passenden Routen u.v.a.m.
Seine Organisation erwies sich als perfekt, das dichte Programm konnte reibungslos und ohne jede Panne ablaufen.

Ungewohnt früh am Morgen, schon um 6 Uhr 30, startete der Bus beim Landesfeuerwehrkommando in Linz mit zunächst etwa 20 Teilnehmern. Beim Feuerwehrhaus in Wels stiegen weitere 15 Personen zu. Als nächste Station wurde die Autobahnraststätte in Aistersheim angefahren. Dort warteten bererits die Kameraden aus Steyr, die mit einem MTF gekommen waren, allen voran der Vorsitzende der KhFO, E-BR Josef Hackl.

Und dann kam wie angekündigt ER hinzu, der politische Referent für das oö. Feuerwehrwesen, Landesrat Max Hiegelsberger.
Er bestieg den nunmehr voll besetzten Bus, begrüßte die Kameraden und ihre Gattinnen und begann das Thema anzuschneiden, das derzeit wohl alle Mitglieder und Sympathisanten der Feuerwehr bewegt, erregt, erhitzt und polarisiert:
Er sprach über den jüngsten Rechnungshofbericht und die darin enthaltenen Einsparungsvorschläge sowie über die seit Längerem erarbeiteten Reformen, die das oö. Feuerwehrwesen effizienter gestalten sollen.

Was zuvor kaum einer geglaubt hätte, gelang dem Landesrat mit guten Argumenten. Er verstand es, sehr sachlich, versiert und engagiert die beabsichtigten Reformen so darzustellen, dass Verständnis für die notwendigen Veränderungen aufkam.
Den Rechnungshofbericht dürfe man nicht überbewerten. Damit sei der Rechnungshof seinem gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungsauftrag nachgekommen.
Für die Einhaltung der empfohlenen Einsparungen sei aber natürlich nicht er zuständig, sondern die Politik. Erst wenn diese die Empfehlungen gutheiße, genehmige und anordne müssen sie umgesetzt werden.
Hiegelsberger spach von einer ausgezeichneten Zusammenarbeit mit dem Landesbranddirektor Dr. Wolfgang Kronsteiner, der wie auch er darauf aus sei, die auf Ehrenamtlichkeit beruhende Schlagkraft der Feuerwehren zu erhalten, ja zu steigern.
Es werde zu keinen Zwangsauflösungen oder verpflichtenden Zusammenlegungen der Feuerwehren kommen. Hingegen wird bei der Ausstattung der Wehren und deren Finanzierung Wert auf größere Effizienz gelegt werden. Es müsse berücksichtigt werden, dass es mittlerweile mehr Fahrzeug- als Hausbrände gebe und dass die Zahl der technischen Einsätze überwiege.
Fachlich gut geschultes Feuerwehrpersonal müsse auf geänderte und regional auch unterschiedliche Gefahrensituationen gut vorbereitet und dafür entsprechend ausgerüstet sein.
Das heißt, dass nicht für jede Feuerwehr dieselbe Ausstattung mit Tanklöschfahrzeugen in Frage komme, hingegen müssen je nach Bedarf andere Gerätschaften zur Verfügung stehen, die sich für die geänderte Einsatzlage eignen. Auch werde vermehrt darauf zu achten sein, dass die Schlagkraft dadurch erhöht wird, wenn Feuerwehrleute am Ort ihrer Beschäftigung, also von ihrem Arbeitsplatz weg ausrücken können.
Dies wird sich u.a. auch auf Einstellungskriterien niederschlagen. So sollen zum Beispiel Stellenbewerber im öffentlichen Dienst bevorzugt behandelt werden, wenn sie Mitglieder einer Feuerwehr sind.
Oberösterreich befinde sich mit diesen geplanten Reformen auf einem guten Weg, auch deshalb, weil das Land über ein gutes Steueraufkommen verfüge. Somit sei gewährleistet, dass in der Landesregierung Einverständnis über die Sicherung von Steuermitteln für das Feuerwehrwesen herrsche.

Die oben erwähnte Vormittagsjause beim Empfang im Feuerwehrhaus Mining wies auf die Nähe Bayerns hin - es gab Bier und andere Getränke sowie köstliche Münchner Weißwürste mit Laugenbrezen.
Landesrat Hiegelsberger verabschiedete sich von der Gruppe mit einem großzügigen Geschenk an die KhFO: Er überbrachte Eintrittskarten für die Landesausstellung, mit denen alle Ausstellungsorte kostenlos besucht werden können.
Herzlichen Dank dafür und auch an die Mininger Kameraden, die mit ihrer freizügigen Gastfreundschaft zur Stärkung beitrugen!

Zur ersten Station der Landesausstellung fuhr man dann über die Grenze nach Burghausen in Bayern. In der prächtigen, längsten Burg der Welt befasste man sich thematisch mit Sklavenhandel und christlicher Mission, mit Ackerbau und Kaiserkrönung, Rittertum und Fernhandel, dies alles in einer Zeitreise vom 8. bis zum 14. Jahrhundert.
Für manche Betrachter erwiesen sich die Ausstellungsstücke als eher bescheiden präsentiert, angesichts des beeindruckenden Ambiente der mittelalterlichen Burg hätten sich einige mehr erwartet. Vielleicht hatte es auch der Führer der einen Gruppe zu wenig verstanden, die interessanteren Exponate ins rechte Licht zu rücken.
Die Burg selbst und der zauberhafte Ausblick hinunter in die Altstadt am Salzach-Fluss entschädigte jedoch mehr als genug. Die schöne Altstadt konnte jedenfalls noch ein wenig näher bei einer Durchfahrt am Weg zum Mittagessen betrachtet werden. Sehr, sehr schön!

Wer gedacht hatte, dass die eine Stunde, die für das Mittagessen im Klostergasthof Raitenhaslach vorgesehen war, zu kurz sein würde, der täuschte sich gewaltig.
Die vorbestellten Gerichte wurden blitzschnell serviert und schmeckten köstlich. Für diesen Service, das schöne Umfeld und für diese Qualität der Speisen zahlt man gerne ein wenig mehr! Gut gewählt, Freund Hacklmair!

Die nächste Station war Ranshofen. Der zweite Teil der Landesausstellung im barocken Stift setzte im 17. Jahrhundert an. Trotz Kriegen, Schrecken und Angst entfalteten sich im Barock Kunst und Kultur.
Im Stift selbst und in den Exponaten wurden die Schwerpunkte deutlich, die in den Bereichen Architektur, Malerei, Musik, Oper, Ballett, Jagd, und Esskultur gesetzt wurden.
Dieser Teil der Landesausstellung wurde hervorragend präsentiert von zwei Führerinnen, die als sehr kompetent, aber auch selbst begeistert von ihrer Aufgabe erlebt wurden. Damit legten sie auch Feuer bei den Besuchern, die einen schönen Eindruck mitnehmen konnten.

Letzte Station der Kulturfahrt war nicht Mattighofen, wo der dritte Teil der Ausstellung platziert wurde. Dafür wären die Teilnehmer wohl schon zu voll der Impressionen und zu müde in den Beinen gewesen.
Beim Honigwirt in Mining konnten sie sich in der gemütlichen Gaststube entspannen und noch einmal laben an Portionen, die eher für Holzfäller als für Ausstellungsbesucher gedacht waren.
Mit kurzen Kommentaren des Vorsitzenden E-BR Hackl, des Organisators vor Ort E-OBR Hacklmair, des aus der Region stammenden LAbg. Franz Weinberger und des KhFO-Veranstaltungsreferenten E-OBR Franz Czejka, der einen Ausblick auf die Pläne für die nächsten Tagungen gab, endete dieses so beeindruckende Zusammentreffen.
Man verabschiedete sich herzlich von den Innviertlern, die noch ein wenig in der Wirtsstube sitzen blieben und machte sich auf den Heimweg: Bei strömendem Regen, nach einem schönen, sonnigen Tag.

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