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Brand in den Stickstoffwerken
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19. August 1971. Bau 504 der Stickstoffwerke, Kellergeschoss. Ein Hilfselektriker kontrolliert eine Einstellung in der Erzeugungsanlage für Phtalsäureanhydrid, ein Produkt, das aus Naphtalin hergestellt wird. Er will eine Ziffer am schadhaften Ventilator besser sehen und macht Licht mit einem Zündholz anstatt mit einer Taschenlampe. Eine heftige Explosion im 20-Tonnen-Tank, das flüssige Naphtalin brennt.
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| Die Berufsfeuerwehr kann sich auf Grund der gewaltigen Ausbreitung der Flammen zunächst nicht allein der Erstmaßnahme (Menschenrettung) widmen. Wegen der akuten Explosionsgefahr werden gleichzeitig die glühenden Stahlplatten in der Halle und die Lagertanks mit Mittel- und Leichtschaum abgedeckt. Dazu ist das Verlegen vieler Schlauchleitungen erforderlich. Die Betriebsfeuerwehr der Stickstoffwerke unter ihrem Bereitschaftskommandanten Keplinger arbeitet vorbildlich. Zur Aufbringung des Luftschaums wird nicht nur ein Schaumgenerator eingesetzt, ein zweiter muss herangebracht werden. Endlich, nach Absinken des Schaums, kann der unglückliche Elektriker gefunden werden: Ein entsetzlicher Anblick. Verbrannte Kleidung. Der nackte Körper muss aus erstarrtem Naphtalin herausgehackt werden. Noch Stunden danach müssen wegen der noch lange andauernden Explosions- und Gesundheitsgefahr Gasmessungen vorgenommen werden. Dem dafür abgestellten Feuerwehrmann Fritz Ettinger wird damit eine verantwortungsvolle Aufgabe übertragen, der er gewissenhaft nachkommt. Aus diesem verheerenden Unfall werden in der Folge wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit nach sich ziehen. |
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