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KhFO vollzieht Generationenwechsel

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Dienstag, 28. Oktober 2011
Die 90. Tagung der Kameradschaft höherer Feuerwehroffiziere in Oberösterreich war geprägt von Rückblicken in die Vergangenheit, aber auch vom Bemühen um Innovation und zukunftsorientierte Gestaltung.
Leider war es an diesem Tag nicht möglich, Führungskräfte des Oö. LandesFeuerwehrkommandos im Kreis der KhFO zu begrüßen, die hatten dringenden Verpflichtungen im Bundesfeuerwehrverband nachzukommen und ließen sich entschuldigen. So war die Begrüßung dem Vorsitzenden der KhFO, E-OBR Anton Wolfram, vorbehalten.
Im großen Lehrsaal der Oö. Landes-Feuerwehrschule hatten sich 42 Mitglieder, also die überwiegende Mehrzahl, versammelt, um von ihrem Vorsitzenden das, was ihnen in der Einladung bereits angekündigt worden war, zu hören: E-OBR Wolfram nahm einleitend Bezug auf sein hohes Alter (Jahrgang 1926) und seine angeschlagene Gesundheit und teilte mit, dass er nach neunjähriger Führung der Kameradschaft zurücktreten müsse. Dies sei ihm auch von Ärzten empfohlen worden.
Es war dem Vorsitzenden anzusehen, dass er diese Entscheidung nicht leichtfertig traf, wie ambivalent er dazu gefühlsmäßig stand und wie sehr ihm der Fortbestand der seit über 20 Jahren so erfolgreichen KhFO ein Anliegen ist. Über die Konsequenzen aus dieser Ankündigung war von den Mitgliedern jedoch erst später zu diskutieren.
Zuvor wurde ihre Aufmerksamkeit von einem großartigen Vortrag von Bundesfeuerwehrrat Dr. Alfred Zeilmayr in Anspruch genommen. Unterstützt von einer gut und übersichtlich gestalteten Powerpointpräsentation berichtete der Vortragende Wissenswertes zum Thema "Mobilität der Löschkräfte" oder "Wie die Feuerwehr mobil wurde".
Ausgehend von der ersten Stufe des Löschwassertransports, d.h. zu Fuß, über die Beförderung mit Pferden, Eisenbahn, Traktoren bis hin zu Löschfahrzeugen, die mit Dampf-, Otto-, Diesel- oder Elektromotoren betrieben wurden, vermittelte Dr. Zeilmayr den Zuhörern einen höchst interessanten Abriss der Feuerwehrgeschichte. Vor allem erstaunlich erschien, dass sich der Fortschritt bis zur Vollmotorisierung aller Feuerwehren im Jahr 1993 in einem relativ geringen Zeitabstand von nur etwa eineinhalb Jahrhunderten entwickelte.
Die KhFO-Mitglieder applaudierten dem Vortragenden und nicht wenige wünschten sich, dass ihnen auch andere Bereiche der Geschichte so anschaulich und damit im Gedächtnis haften bleibend präsentiert würden.

Danach folgte die mit Spannung erwartete Diskussion um die Nachfolge des Vorsitzenden, die von E-OBR Franz Czejka moderiert wurde.
Im Vorfeld war beschlossen worden, die Nachbesetzung unter Einhaltung demokratischer Richtlinien zu vollziehen, d.h. sämtliche Mitglieder waren aufgefordert worden, sich zu melden, wenn sie bereit wären, die Aufgabe der Vorsitzführung oder eine andere Funktion im Vorstand der Kameradschaft zu übernehmen. Darauf war jedoch keine einzige Benachrichtigung eingegangen. Man stand also vor der schwierigen Aufgabe, die Diskussion in der Form zu strukturieren, dass sich eine vertretbare Lösung der Nachfolgefrage ergibt.
Einige Varianten wurden erwogen und wieder verworfen: E-OBR Wolfram sollte zum Beispiel noch etwa ein halbes Jahr weiter im Amt bleiben und dann sollte man noch einmal diskutieren o.ä..
In der zunehmend reger werdenden Diskussion kristallisierten sich schließlich folgende Eckpunkte heraus:

- Wolframs angegriffener Gesundheitszustand muss als Faktum zur Kenntnis genommen und respektiert werden.
- Ein Generationenwechsel ist angebracht, zumal die Vorsitzführung keinen normierten Zeitablauf kennt und daher über einen längeren Zeitraum ausgeübt werden soll.
- Ein Aufschub der Entscheidung garantiert keine Lösung. Es soll sogleich darüber entschieden werden.
- E-BR Josef Hackl ist in der KhFO als Vorsitzender Stellvertreter installiert und allgemein anerkannt.
- Es ist nach vielfach vorgebrachter Meinung nicht ausschlaggebend, ob die KhFO von einem E-OBR oder E-BR geführt wird - der Dienstrang spielt hierbei eine nachgeordnete Rolle.

Der Diskussion folgte eine geheime Wahl mit Stimmzetteln, die folgendes Ergebnis brachte: Es wurden 42 Stimmzettel abgegeben, 3 waren leer, 39 entschieden sich für E-BR Josef Hackl als nachfolgenden Vorsitzenden.
In einer ersten Stellungnahme erklärte dieser, dass er sich bemühen werde, die Kameradschaft wie sein Vorgänger gut zu führen und die damit verbundenen Aufgaben bestmöglich wahrzunehmen. Weiter wolle er sich in nächster Zeit selbst um einen Stellvertreter umsehen und den Vorstand mit seinem Vorschlag befassen. Die Kameraden applaudierten dem neu gewählten Vorsitzenden.

Es verstand sich von selbst und war eigentlich logische Konsequenz, dass der scheidende langjährige Vorsitzende E-OBR Wolfram per Akklamation zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde.

Nach der Gratulation mit Geschenkkörben zum 70er an E-OBR Rudolf Schrottenholzer, E-BR Herbert Eisner und E-BR Ing. Albert Hofmann sowie einer darauffolgenden kleinen Pause gab es noch einen Fotorückblick auf den schönen Ausflug nach Schlägl im Juni 2011 zu sehen, dann drängte die Zeit schon zum Mittagessen, weil für den Nachmittag noch eine Exkursion geplant war.

Mit dem Feuerwehrbus und einigen Privatfahrzeugen trafen die Kameraden um 14.00 Uhr beim Druckzentrum der OÖ. Nachrichten in Pasching ein. Sie wurden von einem sympathischen Studenten empfangen, der mit der Führung betraut worden war, leider aber zu wenig Internas über den Betrieb wusste. Nach einer Einführung per Film und Powerpointpräsentation konnte man durch Glasscheiben in die Produktionshalle sehen. Eine Reihe von Zeitschriften werden dort unter dem Konsortium der OÖ. Nachrichten hergestellt, wie etwa die Gratiszeitung TIPS, die gerade vom Fließband lief. Insgesamt sind in dem riesigen Druckzentrum 90 Personen beschäftigt, davon 70 in der Produktion und 20 in der Logistik. Ein kurzer Gang durch einen Druckereiraum brachte nicht viel neue Erkenntnisse und schließlich war man froh, dass die Führung nicht die angekündigten zweieinhalb Stunden, sondern nur etwa die halbe Zeit gedauert hat - es war nämlich recht heiß in dem Gebäude.
Trotzdem: Einen kleinen Einblick in die Welt der Printmedien bekam man und das ist wahrscheinlich auch nicht unwichtig.

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