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KhFO von Innviertler Mix aus Industrie, Kultur und Sport begeistert

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Mittwoch, 28. September 2011
E-OBR Alfred Hacklmair hatte sich angeboten, das Programm des 89. Kameradschaftstreffens zu organisieren, umsichtig stellte er einen interessanten Mix aus unterschiedlichen Interessensgebieten und Sehenswürdigkeiten zusammen. Er wollte zeigen, was seine Heimatregion Innviertel an einem Ausflugstag so alles zu bieten hat. Dass er mit diesem Angebot gut ankam, bewies allein die ungewöhnlich starke Beteiligung der KhFO-Mitglieder: Insgesamt 62 Personen nahmen an diesem Treffen teil!

Der herbstlich schöne Altweibersommertag - wehe dem, der diese Bemerkung mit der Beteiligung der Frauen der Kameraden in Zusammenhang bringt! - begann mit einer Busfahrt ab dem Landesfeuerwehrkommando Linz. Verabschiedet wurden die Kameraden von Landesbranddirektor Dr. Wolfgang Kronsteiner, der den Ausflüglern die besten Wünsche auf den Weg gab und bedauerte, wegen dienstlicher Verpflichtungen an dieser Fahrt nicht teilnehmen zu können. In Wels und Aistersheim waren Zusteigemöglichkeiten vorgesehen, eine stattliche Anzahl kam aber auch direkt zum ersten Treffpunkt zum Feuerwehrhaus der FF Thannstraß. Dieses Ziel war gar nicht so leicht zu finden. Man war abgelenkt und ließ den Blick über das hügelige Gelände der schönen Innviertler Landschaft schweifen und übersah zunächst das kleine Zeughaus auf der Anhöhe. Nach telefonischer Anleitung zur richtigen Zufahrt wurde die große Gruppe vom Organisator E-OBR Hacklmair, von E-BR Alfred Langmaier und dem Abschnittskommandanten BR Karl Ertl herzlich empfangen.
Nach deren Begrüßungsworten dankte der Vorsitzende der KhFO, E-OBR Anton Wolfram, für die Gastfreundschaft, die sich unter anderem durch das Auftischen einer großzügigen Vormittagsjause, bestehend aus köstlichen Weißwürsten, frischem Brot und Getränken erwies.

Begleitet von zwei FF-Kommandofahrzeugen - alle Teilnehmer hatten im 50er-Bus nach dem Zuwachs natürlich nicht mehr Platz - ging es schon weiter nach Mattighofen zur Besichtigung der KTM Fahrradproduktion. Ein langjähriger Betriebsrat erklärte den interessierten Besuchern die Firmengeschichte und die Ideologie dieses heute wieder so erfolgreichen Betriebes.
KTM wurde 1951 gegründet und ist mehr für deren Motorräder als die Fahrräder bekannt. KTM Fahrräder werden erst seit 1964 produziert. Das Unternehmen war in zahlreiche Turbulenzen verwickelt und wurde mehrmals zerschlagen und verkauft. Frau Carol Urkauf Chen aus Taiwan übernahm 1996 die KTM Fahrrad Produktion. Sie erkannte die Probleme bei KTM, die vor allem in der veralteten Technik und Fertigung der Fahrradrahmen lagen. Mit ihrer eigenen Rahmenproduktion in Taiwan konnte dieses Problem ziemlich einfach gelöst werden. Heute kommen KTM Rahmen direkt aus Taiwan und jährlich rollen ca. 150.000 Fahrräder mit einem KTM Logo von der Montagelinie. Ein Großteil davon ist für den österreichischen Markt bestimmt.
Wie sich die KhFO-Mitglieder bei einer Führung durch das Werk überzeugen konnten, arbeiten die vielen Mitarbeiter von KTM mit viel Freude und Begeisterung. Sie haben mit entschieden, dass sie um eine Stunde länger am Tag als die übliche Arbeitszeit arbeiten und sind auch zur Leistung von Überstunden bereit. Dafür haben sie in den Sommermonaten bis zu sieben Wochen Urlaub. Frauen erhalten den selben Lohn wie Männer. Was allerdings auffällt ist, dass die Stimmung im Betrieb ständig von Leistung und Akkord geprägt ist und dass die zum Großteil monotonen Tätigkeiten am Fließband mit der Zeit sicherlich als starker Stressfaktor eingeschätzt werden müssen. Jedenfalls konnte man nachvollziehen, wie viel Detailarbeit in der Herstellung oder besser in der Zusammenstellung von Fahrrädern liegt und was den Mitarbeitern im Betrieb abverlangt wird. Hut ab! Man wird die begehrten KTM-Räder künftig mit anderen Augen und noch wertschätzender betrachten!

Zum Mittagessen führte die Fahrt zum Gasthaus Kopp, zum Wirt in Holzleiten, der durch flinkes Service, vor allem aber auch mit riesigen Portionen überraschte, die vielen nicht nur für einige Zeit im Magen liegen, sondern auch in Erinnerung bleiben werden.
Danach blieb keine Zeit für ein Mittagsschläfchen, eine Weiterfahrt durch die prachtvolle Landschaft brachte die Gruppe bis an die nahe Grenze zu Salzburg mit Blick auf den schönen Mattsee. Der örtlich zuständige Leiter der Dorferneuerung erklärte die Geschichte der reizenden und sehr freundlichen wirkenden Filialkirche zum Hl. Kreuz in Gebertsham, Gemeinde Lochen, mit dem einzigartigen spätgotischen Flügelaltar und dem düster wirkenden Kruzifix. In dieser Kirche hatte der verwitwete deutsche Bundeskanzler Scheel zum zweiten Mal geheiratet hatte, seinem Einfluss ist es zu verdanken, dass sie danach aufwändig restauriert und zu einem Wallfahrtsort für Kulturbegeisterte wurde.

E-OBR Wolfram fand in dieser Kirche den würdigen Rahmen für einige organisatorische Hinweise, aber auch für die Ankündigung, dass er bei der nächsten Tagung am 18. Oktober aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz der Kameradschaft höherer Feuerwehroffiziere zurücklegen müsse. In Anbetracht seines Alters (Jahrgang 1926) und seiner mittlerweile 9-jährigen Amtsführung stieß diese Ansage zwar auf Verständnis aber auch auf großes Bedauern.

Das Programm war damit aber nicht zu Ende. Nochmals fuhr man mit den Bussen im Konvoi, vorne und hinten die Mannschaftsfahrzeuge, in der Mitte der 50-Reisebus, nach Höhnhart, wo sich die groß angelegte Trainingsanlage für Schispringer befindet. Erste Erklärungen dazu gab E-BR Langmaier, dann kam sogar der Höhnharter Bürgermeister Erich Priewasser dazu, der als Obmann des örtlichen Sportvereines ASKÖ Höhnhart sozusagen in doppelter Funktion für die Errichtung, den Betrieb und die Vermarktung dieser gewaltigen Sportanlage zuständig ist. Im gleißenden Sonnenlicht des späten Nachmittags erschienen die überaus gepflegten drei Sprungschanzen so prunkvoll, dass sich einige KhFO Mitglieder über die Rentabilität und Finanzierbarkeit erstrangiger Sportanlagen Gedanken machten. Für die Sportbegeisterten unter ihnen aber konnte der Bürgermeister gute Argumente für die Errichtung derartiger Sportstätten bringen und damit überzeugen.

Hungrig war man zwar nach dem reichlichen Mittagessen noch nicht, doch hatte E-OBR Hacklmair zum Abschluss die Einkehr in Schmiedbauers "Mostschenke" bei Thannstraß vorbereitet. Und siehe da: In dem urigen Gasthaus schmeckten auch wieder die üppig belegten Brote und das passende Getränk dazu.

Den zuletzt vorgesehenen Programm-Höhepunkt, den Schisprung auf der Mostschanze, konnte man aber beim besten Willen nicht mehr wahrnehmen. Dazu war man nach dem in jeder Hinsicht ereignisreichen Prachttag weder mutig noch (wegen des vielen Essens) leicht genug.
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