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Sommerfest in Steyr

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Der Verein Helfen statt reden veranstaltet seit vielen Jahren Sommerfeste und Weihnachtsfeiern für die Behinderten in Oberösterreich. Immer in einer anderen Stadt, immer aber auch bei einer Feuerwehr.

Vereinsobmann Helmut Hintermeier wird bei der Organisation der Feste kräftig unterstützt von Franz Czejka, einem emeritierten Offizier der Linzer Berufsfeuerwehr, der immer noch seine guten Kontakte zu zahlreichen Feuerwehren in Oberösterreich pflegt. Zur Durchführung solcher großen Feste ist natürlich die Genehmigung der jeweiligen Stadtväter einzuholen, die sich durchwegs recht freigiebig an den Unkosten beteiligen. So auch in Steyr, der Stadt, die im Jahr 2007 als Veranstaltungsort gewählt wurde. Ohne zu zögern erklärte sich der Steyrer Bürgermeister Ing. David Forstenlechner bereit, die Veranstaltung zu unterstützen.

Heuer wurde also das Sommerfest am 3. Juni in der schönen Stadt Steyr gefeiert. Ort des Geschehens war die Feuerwache des Löschzugs 5 im Stadtteil Münichholz. Schon bei den Vorgesprächen mit Bezirkskommandant OBR Robert Lumesberger und der Mannschaft des Löschzugs 5 mit Wachekommandant HBI Erich Mekina wurde klar, dass man sich in Steyr mit großem Engagement auf das Fest einstellte und keine Mühe scheute, den besonderen Gästen Freude zu bereiten. Als dann die ersten Festgäste eintrafen, wurde ihnen von den Feuerwehrmännern eigens angefertigte Buttons als Willkommensgruß übergeben. Die wurden natürlich gleich angesteckt. Busse aus Hartheim und aus einigen Exposituren der Lebenshilfe trafen nach und nach ein, festlich empfangen mit Musik vom Bläserquartett .

Die Fahrzeughalle war ausgeräumt und der Vorplatz überdacht worden, man musste bei der unsicheren Wetterlage ja mit Regenschauern rechnen. Zum Glück aber blieb es trocken, sogar sonnig. Die mehr als 250 Gäste fanden in Steyr optimale Verhältnisse vor, nicht nur der Witterung wegen, sondern vor allem wegen der fürsorglichen Betreuung durch die Feuerwehrleute und die Mitglieder des Vereines Helfen statt reden . Was besonders zählte war, dass die Musikbegeisterten voll auf ihre Rechnung kamen: Ein exzellentes Duo spielte gängige Schlager, danach konnte man ausgelassen tanzen.

Es spricht für die in der Stadt Steyr und darüber hinaus verantwortlichen Politiker, dass sie es sich nicht nehmen ließen, das Sommerfest zu besuchen. Außer dem Steyrer Bürgermeister waren sein Vize Gerhard Bremm, dazu Stadträte und Gemeinderäte gekommen, weiters die Landtagsabgeordnete Gertrude Schreiberhuber und sogar die 2. Landtagspräsidentin Gerda Weichsler. Und sie alle genossen das Fest. Sie würdigten die freundschaftliche Verbindung der Feuerwehr mit den behinderten Gästen, ihnen gefiel die familiäre Atmosphäre, der ungezwungene Umgang miteinander.

Die Mannschaft des Löschzugs 5 sorgte mit großer Umsicht für das leibliche Wohl der Gäste und geleitete sie dann zu einem großartigen Stationenbetrieb. Fahrzeuge und Ausrüstung konnten bestaunt und befühlt werden. Man konnte auf einem Rundkurs alles in Augenschein nehmen, man durfte mit einer riesigen Gelenkbühne ganz hoch hinauf fahren und man konnte an drei verschiedenen Spritzständen mit dem Wasserstrahl zielen und spielen. Wer wollte, bekam einen bunten Luftballon, um ihn bei einem gemeinsamen Start in den Wolkenhimmel los zu lassen.

Veranstalter, Gastgeber, Ehrengäste und die behinderten Gäste, für die das Fest ausgerichtet wurde, waren bald eins, sehr vertraut und glücklich. Man verabschiedete sich herzlich, die Gäste bekamen zum Andenken noch Kugelschreiber und Blöcke und sogar ein kleines Musikinstrument, eine Maultrommel, mit auf den Weg. Wenn es zuvor überhaupt Barrieren gegeben hat, sie waren beseitigt. Was bleibt, ist Dankbarkeit und eine herrliche Erinnerung an ein sehr, sehr schönes Fest.

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