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Krampusfeier 2006

Home > Feuerwehr-Freundschaften > Feuerwehr und Behinderte > Krampusfeier 2006

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Helfen statt reden.
Der Name des Vereins, den Helmut Hintermeier vor Jahren gründete, trifft genau seinen Zweck. Bei zahlreichen Sommerfesten und Weihnachtsfeiern bereiteten die Vereinsmitglieder den Behinderten in Oberösterreich schon oft und viel Freude, immer tatkräftig unterstützt von der Feuerwehr. Die Verbindung zu den Wehrmännern stellte jeweils Franz Czejka her, großartige und recht abwechslungsreiche Programme wurden den behinderten Gästen geboten.

Dieser gar nicht so selbstverständliche Einsatz der Feuerwehr blieb nicht unbeachtet. So wollte man einmal eine Art Gegenleistung erbringen bzw. sich mit einem Dankeschön bei der Feuerwehr einstellen.


Vereinsobmann Helmut Hintermeier, in Puchenau wohnhaft, pflegt einen guten Kontakt zu den Puchenauer Golffreunden, allen voran zu Gerhard und Werner Gruber. Die stellten einen namhaften, von den Mitgliedern des Golfklubs gesammelten Betrag zur Verfügung, mit dem man einem durch einen tragischen Unfall schwer behinderten Feuerwehrmann helfen wollte. Hintermeier und Czejka wandten sich an das Landesfeuerwehrkommando und erfuhren, dass es im Innviertel einen Mann gebe, den das Schicksal hart getroffen hat, ABI Johann Probst, den Kommandanten der FF Schwand. Ihm sollte anlässlich der bereits traditionellen Adventfeier ein geeignetes Therapiegerät, ein so genanntes Speed Bike, übergeben werden.


Am Sonntag, dem 3. Dezember 2006, war es so weit. Die Mitglieder des Vereins Helfen statt reden hatten den Buchensaal wunderbar weihnachtlich dekoriert, die Tische waren festlich gedeckt. Die Gäste trafen ein, sie wurden mit stimmungsvoller Musik empfangen, Mitglieder der ehemaligen Polizeimusik spielten wie in den Jahren davor für die Festgäste, für die Behinderten aus den Lebenshilfegruppen aus Linz, St. Georgen an der Gusen, St. Florian, Hofkirchen im Traunkreis, Freistadt, Wels, aus St. Isidor, sowie auch Besucher aus dem Linzer Frauenhaus.

Ehrengast ABI Johann Probst mit seiner Lebensgefährtin Hermine wurde von Bezirkskommandant OBR Alois Wengler und Abschnittskommandant BR Josef Kaiser begleitet.

Weitere Feuerwehrprominenz war vertreten, unter den Gästen der Stadtkommandant von Bad Leonfelden ABI Ernst Hettrich, der Stadtkommandant von Gmunden ABI Hubert Kürner mit HBI Gust Grafinger und BI Hans Forstinger, die sich in den letzten Jahren um die Organisation von Festen für die Behinderten, das Sommerfest in Bad Leonfelden und das Sommerfest in Gmunden, verdient gemacht hatten. Natürlich waren auch die Puchenauer Feuerwehrmänner mit ihrem Kommandanten ABI Alfred Grubmüller und dem Lotsenkommandanten BI Keplinger helfend im Einsatz.

Unter den Ehrengästen selbstverständlich der Bürgermeister von Puchenau Wolfgang Haderer, auch der Generalsekretär des Seniorenbundes Heinz Becker, Kons. RR Johann Hinterecker vom Seniorenbund St. Florian, der Präsident der Lebenshilfe Ing. Franz Weiß, der Obmann der Lebenshilfe Linz Heinz Zierhofer, Chefinspektor a.D. Otmar Pichler, und, und, und...


Mit ihrer Teilnahme an der vorweihnachtlichen Feier bereitete die Landtagspräsidentin Angela Orthner allen eine ganz besondere Freude. Sie bewies sowohl mit ihrer wertschätzenden Ansprache als auch mit ihrem Handeln soziales Engagement: Als der Moderator der Veranstaltung, Franz Czejka, bekannt gab, dass die Anschaffung des Therapiegeräts für Probst durch die Sammlung nicht zur Gänze gedeckt werden konnte, ergriff die Landtagspräsidentin spontan die Initiative und sammelte selbst weitere Spenden ein. Als Krönung gab dann Gerhard Gruber vom Golfklub bekannt, dass er und seine Freunde auch die Differenz auf den vollen Anschaffungsbetrag zur Verfügung stellen würden. Welch schöne Geste, ganz nach dem Motto: Helfen statt reden!


Johann Probst zeigte sich erfreut und betroffen von so viel Hilfsbereitschaft. Er, der sich durch den schweren Unfall nicht unterkriegen ließ (er verlor dabei Hüfte und Bein) ist voll Optimismus, dass er mit Hilfe des Geräts an Kraft zulegen und sich wieder besser fortbewegen können wird. Wir wünschen ihm dabei viel Erfolg!


Nach diesem bewegenden Teil der Veranstaltung ging es rund. Die Behinderten in Oberösterreich wissen, wie man bei den Festen des Vereines Helfen statt reden feiert!

Die großartige Band Peanuts spielte mitreißend auf, Marlene und Monika Pühringer musizierten Vorweihnachtliches, es wurden Kekse genascht und dann Würstel gegessen, Säfte getrunken und, das war für einige fast das Wichtigste, ausgelassen getanzt.

Und dann kam er, der Nikolaus, mit ihm die Krampusse aus Lichtenberg. An ihr furchterregendes Aussehen hatten sich die Feiergäste schnell gewöhnt, manch einer kuschelte sich in den Pelz eines der grausigen Gesellen. Natürlich erhielt jeder Besucher noch ein Nikolaussackerl, prall gefüllt mit Köstlichkeiten.


Wenn´s am schönsten ist, soll man aufhören, sagt man. Leider, dachten sich viele Besucher, die noch weiter tanzen und sich unterhalten wollten. Doch die Heimfahrt in die Einrichtungen war angesagt. Da war es vielen ein Trost zu wissen, dass der Verein Helfen statt reden auch im kommenden Jahr wieder mit Hilfe der Feuerwehr ein Sommerfest und eine Weihnachtsfeier organisieren wird!
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