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Sommerfest in Gmunden
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An sich war ja im Jahr 2006 als Ort des Sommerfestes für die Behinderten in Oberösterreich die Stadt Steyr vorgesehen. Der vom Verein Helfen statt reden für die Veranstaltung festgelegte Termin kollidierte jedoch mit einem Feuerwehrlandesbewerb, weshalb die FF Steyr absagen musste.
Franz Czejka, der Veranstaltungsreferent des Vereins und gleichzeitig Verbindungsmann zu den Feuerwehren, hatte den rettenden Einfall: Die Feuerwehr Gmunden war ihm seit vielen Jahren besonders ans Herz gewachsen, kannte er doch deren vorbildliche Einsatzbereitschaft, ihren außergewöhnlichen kameradschaftlichen Zusammenhalt und ihre große Flexibilität. Die spontane Zusage der FF Gmunden, in dieser Situation einzuspringen und die Organisation des Festes zu übernehmen, gab Franz Czejka Recht. Ja, er konnte wie immer auf diese verlässliche Mannschaft zählen!
Die Zeit war knapp, dennoch gelang es der FF Gmunden, das wohl spektakulärste und am besten besuchte Sommerfest für Behinderte seit Bestehen dieser Tradition auszurichten. 250 Gäste aus zahlreichen Behinderteneinrichtungen in Oberösterreich kamen am Sonntag, dem 21. Mai 2006 ins Feuerwehrhaus der FF Gmunden in der Traunsteinstraße!
Auf sie wartete ein erlesenes, sehr sorgfältig vorbereitetes Programm: Die Musikkapelle der Stadt Gmunden spielte in großer Formation und schmucker Uniform vor dem Zeughaus auf, hinein strömten in einem nicht enden wollenden Zug die Festteilnehmer. Dort wurden sie sogleich mit Getränken und einem schmackhaften Bratwürstelimbiss versorgt. Bald quoll die für die Gäste ausgeräumte Fahrzeughalle über, mit einem derartigen Ansturm hatte man nicht gerechnet! Die FF Gmunden reagierte aber prompt und routiniert, weitere Tische und Stühle wurden herbei geschafft, alle fanden, dicht gedrängt zwar, aber immerhin Platz.
Der Gmunder Bürgermeister Heinz Köppl begrüßte die Behinderten und ihre Betreuer so zu sagen als Hausherr der Stadt. Er hieß sie herzlich willkommen und dankte den Veranstaltern für die Organisation dieses herausragenden Ereignisses.
Der Kommandant der Stadtfeuerwehr Gmunden, ABI Hubert Kürner, fand ebenfalls sehr freundliche und einfühlsame Worte für seine Besucher. Er verwies darauf, dass er und seine Feuerwehrmänner sich sehr gerne in den Dienst dieser schönen Sache gestellt und die damit verbundene Arbeit auf sich genommen hätten.
Schließlich, und das war nicht nur für die Festgäste, sondern auch für die Feuerwehr eine besondere Auszeichnung, trat der Landeshauptmann a. D. Dr. Josef Ratzenböck ans Rednerpult. Er teilte sichtlich die Freude, die sowohl Veranstalter wie auch Gäste so freundschaftlich verband. Er betonte, dass er sehr gerne gekommen und dankbar dafür sei, dass derartige Feste gemeinsam gefeiert werden. Das sei vor allem das Verdienst des Obmanns des Vereines Helmut Hintermeier und seines Teams.
Dann führte der Weg zur Schiffsstation am Traunseeufer, die Musikkapelle spielte dazu wie bei einem Festumzug auf, da fiel das Gehen oder das Schieben der Rollstühle leichter. Sorgsam kümmerte sich eine Gruppe von Rettungshelfern des Roten Kreuzes um ein gefahrloses Einsteigen. Jeder suchte sich den passenden Platz, teils unter Deck, teils oben. Unten brachte ein Harmonikaspieler die Schiffreisenden in Stimmung, oben konnte man sich den Wind um die Nase wehen lassen.
Und dann legte das Schiff ab. Begeistert blickten die Gäste ins Wasser, ans Ufer, auf die Schwäne, vor allem aber auf das Begleitboot der FF Gmunden, das aus Sicherheitsgründen stets in Reichweite war. Gelegentlich legte der Schiffsführer auch eine rasante Fahrt ein, sodass die Wellen hoch gingen.
Bis Ebensee schaffte man die Fahrt nicht, von dort kam nämlich Regen auf. Auf der Fahrt zurück aber schien wieder die Sonne und so konnten die glücklichen Ausflügler auch trockenen Fußes wieder von Bord gebracht werden. Dort wurden ihnen sogar noch kleine Gastgeschenke zur Erinnerung mit auf den Weg gegeben, Gmundner Honig, nett verpackt mit einer Süßigkeit oben drauf. Dankbar winkten die Festgäste zum Abschied, bevor sie die Heimreise antraten. Die Freude war auf beiden Seiten.
Wer dieses herrliche Erlebnis finanzierte? Nun, es soll niemand namentlich herausgehoben werden, aber ein Dankeschön verdienen sich vor allem die Feuerwehr der Stadt Gmunden, die Stadtgemeinde Gmunden, einige Gmundner Gewerbetreibende und natürlich die Mitglieder des Vereins Helfen statt reden.
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Dass zum Wasser im See auch noch ein Spritzer von oben kam, tat der Freude an der Schifffahrt keinen Abbruch.
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