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Der Vorsitzende der KhFO Anton Wolfram ist 80

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Der Vorsitzende der Kameradschaft der höheren Feuerwehroffiziere, E-OBR Anton Wolfram, feierte am 12. März 2006 seinen 80. Geburtstag. Ein schöner Anlass, um diesen Festtag mit seinen Freunden und Wegbegleitern zu feiern. Zu diesen zählen nicht nur die Kameraden der KhFO und hohe Vertreter der oberösterreichischen Feuerwehr bis hin zum Landeskommmandanten LBD Johann Huber. Nach wie vor ausgezeichnete Beziehungen hat Anton Wolfram auch zu seinem Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Knut Spelitz. Sie alle folgten mit ihren Gattinnen der Einladung Anton Wolframs in ein gemütliches Restaurant in seinem Heimatort Wartberg im Bezirk Kirchdorf.
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Welch hohes Ansehen Anton Wolfram genießt, konnte man nicht nur den wertschätzenden Ansprachen entnehmen. Wie der anhaltende Applaus zeigte, der dem Vortrag von Franz Czejka über Wolframs Lebensgeschichte folgte, wurde vielen der Anwesenden erst jetzt der imponierende Umfang seines Lebenswerkes bewusst. Anton Wolframs Lebenslauf soll daher auf diesem Weg weiteren Interessierten zur Kenntnis gebracht werden:


E-OBR Anton Wolfram zum 80. Geburtstag
Stationen seines Lebens

Anton Wolfram wurde am 12. März 1926 in Pasching geboren. Er lernte leicht und wurde daher nach der Volksschule als Gymnasiast im Petrinum in Linz untergebracht. Mit einem seiner Mitschüler, dem späteren Erzbischof Alois Wagner, verstand er sich gut.
Wie so vielen seiner Jahrgangskollegen blieb dem jungen Anton Wolfram der Kriegsdienst nicht erspart, er wurde 1943 mit erst 17 Jahren an die Westfront geschickt. Dort erfüllte er die ihm auferlegte Pflicht, so gut er dies nach damaligen Verhältnissen mit seinem Gewissen vereinbaren konnte.
1945 geriet Anton als Oberfähnrich in amerikanische und französische Kriegsgefangenschaft. Nach Kriegsende arbeitete er im elterlichen Betrieb in Pasching, wo er von 1946 bis 1951 als Geschäftsführer tätig war. Danach übernahm er die Geschäftsführung in der protokollierten Firma Ludwig Wolfram in Wartberg.
In dieser Zeit, genauer gesagt am 14.10.1952, schloss er mit Maria Augl den Bund für´s Leben. Maria, eine Kindergärtnerin, schenkte dem Anton drei Kinder, im Jahr 1954 eine Tochter, die Bankkauffrau wurde, 1957 einen Sohn, der als Mittelschulprofessor Erfolg hat, und schließlich im Jahr 1968 noch eine Nachzüglerin, die den Beruf einer Ärztin ergriff.
Für Anton Wolfram ging es beruflich aufwärts, er wurde 1958 zum Inhaber der Fa. Ludwig Wolfram, die ihm bis 1988 gehörte. Seinem Spürsinn für geschäftliche Organisation, kombiniert mit der Begeisterung für´s Feuerwehrwesen, war es wohl zuzuschreiben, dass er 1978 die Position eines Materialverwalters und Brandschutzbeauftragten im Krankenhaus und Konvent der Elisabethinen in Linz übernahm. Seine Gewissenhaftigkeit und seine fachliche Kompetenz trugen ihm bald von allen Seiten hohe Anerkennung ein. Damals wurde eine kameradschaftliche Beziehung mit Franz Czejka von der Berufsfeuerwehr Linz begründet. Gemeinsam wurden Angriffspläne und Sicherheitseinrichtungen für das Krankenhaus der Elisabethinen erstellt. Die erfolgreiche Tätigkeit im Krankenhaus beendete Anton Wolfram mit seiner Pensionierung im Jahr 1988. Kaum jemand hat ähnlich viele Ämter in seiner beruflichen Laufbahn ausgeübt wie Anton Wolfraum. Es lohnt sich ein kurzer Rückblick auf die Liste seiner Funktionen. Er war
    1966 - 1980: Mitglied des Gremialausschusses des Einzelhandels, Sparte Lebens- und Genussmittel der Kammer der gewerblichen Wirtschaft in Linz
    1970 - 1977: Mitglied der Prüfungskommission der Lehrabschlussprüfung für den Einzelhandel
    1970 - 1980: Vorsitzender der Prüfungskommission für die Lehrabschlussprüfung der Sparten Einzelhandel, Großhandel und Bürokaufmann
    1968 - 1980: Vorsteher des Handels der Kammer der gewerblichen Wirtschaft des Bezirkes Kirchdorf an der Krems
    1971 - 1980: Beisitzer am Arbeitsgericht in Kirchdorf 1968 - 1980: Mitglied des Sparkassenausschusses der Sparkasse Kirchdorf
Aber auch in der Lebensmittel-Genossenschaft ADEG bekleidete Anton Wolfram maßgebliche Positionen und zwar war er
    1963 - 1968: Aufsichtsrat der ADEG Kremsmünster
    1968 - 1974: Obmannstellvertreter des Vorstandes der ADEG Wels
    1974 - 1978: 1. Obmannstellvertreter der ADEG-Ost in St. Pölten
Damit nicht genug, betätigte sich Anton Wolfram auch in wichtigen politischen Funktionen. So war er
    1972 - 1980: Obmann des Wirtschaftsbundes Wartberg
    1973 - 1979: Gemeindevorstand der ÖVP-Fraktion in Wartberg
Jetzt aber ist es an der Zeit, etwas näher auf Anton Wolframs eigentliche Leidenschaft, die Feuerwehr, einzugehen. In diesem Bereich kann er nicht nur auf eine überaus lange dauernde Zeit der Mitgliedschaft zurückblicken, sondern auch auf die Erreichung hoher Positionen. Sie lassen erkennen, welch profunder Kenner der Feuerwehrmaterie Anton Wolfram war und immer noch ist. Seine Verlässlichkeit, seine Kameradschaftlichkeit, seine Führungskompetenz, aber auch sein ausgleichendes Temperament haben ihn zu einem der am meisten geschätzten Kommandanten in Oberösterreich gemacht.
Hier seine Feuerwehr-Chronologie:
    1952 - 1995: Aktives Mitglied der FF Wartberg
    1963 - 1978: Kommandant der FF Wartberg
    1968 - 1981: Abschnittskommandant des Abschnittes Kremsmünster
    1981 - 1995: Bezirksfeuerwehrkommandant des Bezirks Kirchdorf
    ab 2002: Vorsitzender der Kameradschaft der höheren Feuerwehroffiziere in Oberösterreich
Um das Bild von Anton Wolfram abzurunden, sollten hier eigentlich noch all die Auszeichnungen angeführt werden, die er für seine großteils ehrenamtlichen Tätigkeiten in den verschiedenen Bereichen erlangt hat. Das ist aber schier unmöglich - zu viele sind es. Es bleibt uns also nur ein pauschaler Blick auf die vielen Ehrungen, die Anton in seiner Lebenslaufbahn zuteil wurden. Er wurde sowohl mit Verdienst- und Ehrenzeichen des Bundes, des Landes und der Gemeinde gewürdigt, als auch mit Abzeichen und Ehrungen, die ihm von Vereinen und anderen Organisationen und besonders auch von den Feuerwehrverbänden in Europa und Österreich verliehen wurden.
Anton Wolfram ist jetzt 80 Jahre alt. Man kann sagen, dieser Mann hat aus seinem Leben wirklich etwas gemacht. Und was das Schöne dabei ist: Er hat es nicht nur selbst zu etwas gebracht, er hat sein Wirken immer auch für die anderen eingesetzt, gemäß dem Spruch der Feuerwehr:
Gott zur Ehr´, dem Nächsten zur Wehr!


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