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Schmuggel im Tank
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Diesem Löschfahrzeug kam in den Jahren der Besatzung (1945 bis 1955) eine besondere Bedeutung zu. Es handelte sich um einen Mercedes, Baujahr 1941, mit einem 300 l Wassertank und einer Pumpenleistung von 2500 l/min. Nicht alleine die Pumpenleistung war für Großbrände - wie zum Beispiel den Ortsbrand Schenkenfelden 1951 - wichtig. |
Das Fahrzeug diente auch zur Beförderung von Menschen über die Demarkationslinie von "Russland" nach "Amerika" und zurück. Die geschmuggelten Personen wurden aber nicht im Mannschaftsraum befördert, sondern im leeren Tankraum. Die Kontrollen waren damals enorm streng, selbst bei Einsatzfahrten mussten die Feuerwehrleute den Identitätsausweis vorweisen. Meistens mussten sie auch aussteigen und sogar die Hose zum entwürdigenden Desinfizieren mit DDT-Pulver öffnen - wie es den Besatzern gerade eben gefiel... Eine weitere Art von illegalen Transporten im Tank war der Schmuggel von Ferkeln von Linz nach Urfahr. Im Mühlviertel herrschte damals nämlich Not an jungen Schweinen. Einvernehmlich mit der Behörde (damals war ein Bauer sogenannter Staatsbeauftragter für das Mühlviertel) wurden die Tiere mit Schnaps ruhig gestellt- man durfte ihr Quieken ja nicht hören. Dann wurden sie in den Tankraum des schweren Löschfahrzeugs gebettet und von der Hauptwache der Linzer Feuerwehr über die Donaugrenze in die Nebenwache Urfahr transportiert und an die Bauernvertreter übergeben. Dort befand sich die "Botenzentrale", sie war die Anlaufstelle für die Bauern, wenn sie in die Stadt fuhren. Gott sei Dank wurden diese Schmuggelfahrten nie verraten, andernfalls wäre den Feuerwehrleuten der Abtransport nach Sibirien gewiss gewesen!
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